Wir sehen es bei praktisch jedem B2B-Unternehmen: Die Marketingabteilung investiert kräftig in SEO, Werbung und Content, um Traffic auf die Website zu bringen. Aber sobald Besucher auf der Seite landen, konvertiert nur ein Bruchteil. Die durchschnittliche B2B-Website erreicht weniger als 2% Conversion.
Mit den richtigen Taktiken holst du strukturell mehr Leads aus deinem bestehenden Website-Traffic heraus, ohne dass du zusätzliches Werbebudget benötigst. In diesem Artikel teilen wir 10 bewährte Methoden, die B2B-Organisationen 2026 erfolgreich einsetzen, um mehr Leads zu generieren.
Was genau ist ein Lead?
Bevor wir die Taktiken besprechen, ist es wichtig, klar zu haben, was wir unter einem „Lead“ verstehen. Ein Lead ist eine Person oder Organisation, von der du genügend Informationen gesammelt hast, um Interesse an deinem Produkt oder deiner Dienstleistung nachzuweisen. Diese Informationen können eine E-Mail-Adresse sein, eine Telefonnummer oder ein Firmenname, aber auch Verhaltensdaten wie angesehene Seiten, Download-Verhalten oder Rückkehrfrequenz.
Was genau als Lead qualifiziert, unterscheidet sich je nach Organisation. Und das führt regelmäßig zu Diskussionen zwischen Marketing und Sales. Marketing sieht eine E-Mail-Adresse als Lead, während Sales erst interessiert ist, wenn Budget und Entscheidungsbefugnis festgestellt wurden. Diese unterschiedlichen Definitionen sorgen für Reibung und verpasste Chancen.
Deshalb empfehlen wir, intern genau abzustimmen, was ein Marketing Qualified Lead (MQL) und Sales Qualified Lead (SQL) für eure Organisation bedeutet. Welches Verhalten oder welche Merkmale muss ein Lead zeigen, um an Sales weitergeleitet zu werden? Indem ihr diese Kriterien festlegt, verhindert ihr endlose Diskussionen und sorgt für eine effiziente Lead-Nachverfolgung, die tatsächlich zu Deals führt.
Wie generiere ich mehr Leads?
Der Kern effektiver Leadgenerierung ist einfacher als viele Marketer denken. Es dreht sich um drei Säulen, die sich gegenseitig verstärken. Erstens musst du es Besuchern einfacher machen, Kontakt aufzunehmen, indem du Hürden senkst und Conversion-Pfade optimierst. Zweitens musst du Wert im Austausch für Kontaktdaten bieten, damit Besucher einen Grund haben, ihre Informationen zu hinterlassen. Und drittens musst du die Unternehmen identifizieren, die bereits Interesse zeigen, aber noch kein Formular ausgefüllt haben.
Diese letzte Säule wird oft vergessen, ist aber vielleicht die mächtigste. Denn warum solltest du dich nur auf die 2% konzentrieren, die ein Formular ausfüllen, wenn du auch die übrigen 98% sichtbar machen kannst? Durch den Einsatz von Website-Besucher-Identifikation entdeckst du, welche Organisationen deine Seite besuchen, welche Seiten sie ansehen und wie oft sie zurückkehren. Diese Informationen ermöglichen es Sales, proaktiv Kontakt mit warmen Prospects aufzunehmen.
Durch die Kombination dieser drei Säulen vergrößerst du dein Lead-Volumen erheblich ohne zusätzliche Werbekosten. Du holst einfach mehr Rendite aus dem Traffic heraus, den du bereits hast.
10 bewährte Taktiken für mehr B2B-Leads
1. Identifiziere Unternehmen, die deine Website besuchen
Der schnellste und direkteste Weg, mehr Leads zu generieren, ist herauszufinden, welche Unternehmen bereits jetzt deine Website besuchen. Es klingt fast zu einfach, aber die Wirkung ist enorm. Mit Website-Visitor-Identification-Software wird das Unsichtbare sichtbar.
Stell dir vor: Ein IT-Manager bei einem mittelständischen Unternehmen in München besucht deine Website. Er schaut sich deine Produktseiten an, liest zwei Fallstudien und verbringt fünf Minuten auf deiner Preisseite. Anschließend verlässt er deine Seite, ohne ein Formular auszufüllen. Im traditionellen Modell ist dieser Besucher für immer verloren. Mit Besucher-Identifikation weißt du genau, welches Unternehmen es war, welche Seiten angesehen wurden und wie lange die Sitzung dauerte.
Diese Informationen sind Gold wert für dein Sales-Team. Anstatt willkürliche Unternehmen kalt anzurufen, können sie jetzt Organisationen kontaktieren, die nachweislich Interesse haben. „Wir haben gesehen, dass ihr euch unsere Integrationsmöglichkeiten angeschaut habt. Habt ihr Fragen zur Anbindung an eure aktuellen Systeme?“ Das ist ein komplett anderes Gespräch als ein Standard-Verkaufsgespräch.
Das Schöne ist, dass dies vollständig DSGVO-konform funktioniert. Die Technologie identifiziert Unternehmen auf Basis von Netzwerk-Level-Metadaten und IP-Mapping, nicht einzelne Personen. Es werden keine Cookies gesetzt und keine personenbezogenen Daten ohne Einwilligung erhoben.
Mit einem Tool wie Leadinfo holst du erheblich mehr aus deinem bestehenden Traffic heraus. Vergleiche das mit den 2%, die durchschnittlich ein Formular ausfüllen. Wo du vorher 20 Leads aus 1.000 Besuchern hattest, bekommst du jetzt Einblick in 350-400 Unternehmen. Das ist eine komplett neue Welt an Möglichkeiten für dein Sales- und Marketing-Team.
2. Optimiere deine Conversion-Pfade bis ins Detail
Ein Conversion-Pfad ist die vollständige Route, die ein Besucher zurücklegt, um letztendlich eine gewünschte Aktion auszuführen. Das kann das Herunterladen eines Whitepapers sein, die Anfrage einer Demo oder das Ausfüllen eines Kontaktformulars. Ohne klare und optimierte Conversion-Pfade generierst du schlichtweg keine Leads, egal wie viel Traffic du auf deine Website schickst.
Wir sehen regelmäßig Websites, in die Millionen in Design und Content investiert wurden, aber bei denen die Conversion-Pfade unterdurchschnittlich performen. Eine wunderschöne Produktseite ohne klaren Call-to-Action. Ein interessanter Blogartikel, der nirgendwohin führt. Ein Kontaktformular mit fünfzehn Pflichtfeldern, auf das niemand Lust hat. Das Ergebnis ist vorhersehbar: Besucher springen ab.
Ein effektiver Conversion-Pfad besteht aus vier wesentlichen Elementen, die nahtlos ineinandergreifen. Zunächst gibt es Call-to-Actions (CTAs), die Aufmerksamkeit erregen und Besucher dazu verleiten, den nächsten Schritt zu machen. Diese CTAs führen zu Landing Pages mit einer glasklaren Wertversprechen, wo Besucher genau verstehen, was sie bekommen und warum das wertvoll ist. Auf diesen Seiten stehen Formulare, die nicht durch Länge oder Komplexität abschrecken. Und schließlich gibt es Dankesseiten, die die Beziehung stärken und weitere Aktionen anregen.
Jedes dieser Elemente verdient Aufmerksamkeit. Nimm CTAs: Sie müssen handlungsorientiert sein („Jetzt herunterladen“ statt „Mehr Informationen“), visuell auffallen ohne aufdringlich zu werden, und zur Phase passen, in der sich der Besucher befindet. Ein Besucher, der zum ersten Mal deinen Blog liest, ist nicht bereit für eine Demo-Anfrage. Der möchte erst mehr lernen über ein E-Book oder eine Checkliste.
Landing Pages müssen auf ein Ziel fokussiert sein. Entferne alle Navigation, die ablenkt. Beschreibe klar, was der Besucher bekommt und warum es seine Zeit wert ist. Verwende Aufzählungspunkte für Übersichtlichkeit und füge ein relevantes visuelles Element hinzu, das den Wert unterstreicht.
Formulare sind oft die Stelle, an der Conversions scheitern. Wir sehen es immer wieder: Je mehr Felder, desto niedriger die Conversion. Frage nur das, was du wirklich in dieser Phase der Beziehung brauchst. Eine E-Mail-Adresse reicht oft für einen ersten Kontaktmoment. Später, wenn der Lead wärmer wird, kannst du zusätzliche Informationen sammeln.
Analysiere, wo Besucher in deinen Conversion-Pfaden abspringen. Nutze Google Analytics, um zu sehen, welche Schritte den meisten Traffic verlieren. Oft liegt die Lösung in kleineren Anpassungen: ein klarerer Button-Text, ein kürzeres Formular oder eine schnellere Ladezeit. Diese Details machen den Unterschied zwischen einer Conversion-Rate von 1% und 5%.
3. Setze Lead Scoring für kluge Priorisierung ein
Nicht jeder Lead ist gleich wertvoll, und nicht jeder Lead verdient die gleiche Aufmerksamkeit von deinem Sales-Team. Ein Marketing-Manager bei einer Enterprise-Organisation, der dreimal deine Preisseite besucht, ist ein komplett anderer Prospect als ein Student, der für eine Hausarbeit deinen Blog liest. Durch den Einsatz von Lead Scoring bringst du automatisch Struktur in deinen Lead-Flow.
Lead Scoring funktioniert, indem Punkte für spezifisches Verhalten und Merkmale vergeben werden. Verhaltens-Scores reflektieren, was ein Lead tut: Welche Seiten schaut er sich an, wie oft kommt er zurück, welchen Content lädt er herunter, wie lange bleibt er auf der Seite? Ein Besuch der Preisseite bringt zum Beispiel 15 Punkte, während ein Blog-Besuch 5 Punkte wert ist. Eine Demo-Anfrage bringt 50 Punkte, eine Newsletter-Anmeldung 10.
Daneben gibt es Profil-Scores, die reflektieren, wer der Lead ist. Passt das Unternehmen in dein ideales Kundenprofil? Ist die Kontaktperson ein Entscheider oder Beeinflusser? Wie groß ist die Organisation? In welcher Branche ist das Unternehmen tätig? Ein Marketing Director bei einem SaaS-Unternehmen mit 200 Mitarbeitern punktet höher als ein Junior-Marketer bei einem Startup mit 5 Leuten.
Durch die Kombination dieser Scores entsteht ein klares Bild der Lead-Qualität. Leads mit hohen Scores kommen ganz oben auf die Prioritätenliste von Sales. Leads mit niedrigen Scores gehen in Nurture-Kampagnen, um sie weiter aufzuwärmen. Leads, die nicht in dein ICP passen, werden disqualifiziert.
Das Ergebnis ist, dass dein Sales-Team seine Zeit mit den vielversprechendsten Chancen verbringt, anstatt willkürlich durch eine Liste zu telefonieren. Das erhöht nicht nur die Conversion von Lead zu Kunde, sondern verbessert auch das Arbeitserlebnis deiner Verkäufer. Niemand führt gerne den ganzen Tag Gespräche, die ins Leere laufen.
Tools wie Leadinfo kombinieren Website-Verhalten mit Unternehmensinformationen, um automatisch die vielversprechendsten Leads zu identifizieren. Du siehst nicht nur, welches Unternehmen deine Seite besucht hat, sondern auch wie groß es ist, in welcher Branche es tätig ist und ob es in dein ideales Kundenprofil passt. Diese Kombination aus Verhalten und Profil macht Lead Scoring erst wirklich kraftvoll.
4. Erstelle wertvolle Lead Magnets, die wirklich konvertieren
Besucher hinterlassen ihre Kontaktdaten nur, wenn sie etwas Wertvolles dafür zurückbekommen. Dieser Wechselkurs muss im Gleichgewicht sein: Der Wert, den du bietest, muss den Aufwand des Ausfüllens eines Formulars und des Teilens persönlicher Informationen aufwiegen. Ein generisches E-Book, das überall im Internet zu finden ist, wird niemanden überzeugen. Eine einzigartige Checkliste, die ein konkretes Problem löst, schon.
Wir sehen eine klare Hierarchie dessen, was als Lead Magnet funktioniert. An der Spitze stehen praktische Tools, die direkt anwendbar sind: Templates, Rechner, Checklisten und Assessments. Diese Formate punkten hoch, weil sie unmittelbaren Wert liefern. Ein ROI-Rechner, mit dem ein Prospect seine potenziellen Einsparungen berechnen kann, konvertiert besser als ein theoretisches Whitepaper über Kostenreduzierung.
Darunter kommen edukative Formate: E-Books, Whitepapers, Reports und Webinare. Diese funktionieren gut, wenn sie tiefgreifende Expertise bieten, die nirgendwo anders zu finden ist. Eigene Forschungsdaten, Benchmarks aus deinem Kundenbestand oder detaillierte How-to-Guides fallen in diese Kategorie.
Der Schlüssel zu effektiven Lead Magnets ist Spezifität. „10 Fragen für deine nächste CRM-Auswahl“ konvertiert besser als „Der vollständige Leitfaden zur digitalen Transformation“. Je konkreter du auf ein spezifisches Problem deiner Zielgruppe eingehst, desto höher die Conversion.
Platziere Lead Magnets strategisch auf Seiten, wo Besucher bereits Interesse am betreffenden Thema zeigen. Ein Whitepaper über Leadgenerierung passt perfekt auf eine Blogseite zum gleichen Thema. Eine Checkliste für CRM-Implementierung gehört auf deine Integrationsseiten. Diese Kontextualität sorgt dafür, dass das Angebot relevant wirkt, nicht aufdringlich.
Vergiss auch nicht, Lead Magnets zu aktualisieren. Ein E-Book aus 2022 wirkt veraltet, selbst wenn der Inhalt noch relevant ist. Durch regelmäßige Aktualisierung behältst du die Attraktivität und zeigst, dass deine Expertise auf dem neuesten Stand ist.
5. Integriere mit deinem CRM für nahtlose und direkte Nachverfolgung
Ein Lead, den du generierst, ist wertlos, wenn er nicht in deinem Sales-Prozess landet. Klingt logisch, aber wir sehen regelmäßig, dass es schiefgeht. Marketing-Teams sammeln Leads in Spreadsheets oder separaten Tools, um sie dann manuell an Sales zu übergeben. Dieser Prozess ist fehleranfällig, zeitaufwendig und führt unweigerlich zu verpassten Chancen.
Die Lösung ist eine nahtlose Integration zwischen deinen Leadgenerierungs-Tools und deinem CRM-System. Wenn ein Unternehmen deine Website besucht und bestimmte Kriterien erfüllt, wird automatisch ein Lead oder Deal in deinem CRM mit allen relevanten Informationen erstellt. Dein Sales-Team sieht direkt, welche Seiten angesehen wurden, wie oft das Unternehmen zurückkam und welcher Content heruntergeladen wurde. Dieser Kontext macht das erste Gespräch um ein Vielfaches effektiver.
Beliebte CRM-Anbindungen sind HubSpot, Salesforce und Pipedrive. Mit mehr als 70 Integrationen verbindet sich Leadinfo mit praktisch jedem System, das du verwendest.
Die Stärke liegt im Einrichten von cleveren Triggern. Nicht jeder Website-Besucher verdient einen Platz in deinem CRM. Aber ein Unternehmen, das drei oder mehr Seiten ansieht, die Preisseite besucht und in dein ideales Kundenprofil passt? Das gehört automatisch als Lead in dein System, inklusive einer Benachrichtigung an den Account Manager.
Du kannst noch einen Schritt weitergehen, indem du Aufgaben und Erinnerungen automatisierst. Ein neuer High-Intent-Lead triggert automatisch eine Aufgabe zur Nachverfolgung innerhalb von 24 Stunden. Ein wiederkehrender Besucher bekommt eine Nachverfolgungsaktion für den Account-Inhaber. Durch das Einrichten dieser Workflows entgehen dir keine Chancen mehr.
6. Nutze Intent Data, um im perfekten Moment zuzuschlagen
Timing ist alles im Sales. Kontakt aufzunehmen mit einem Prospect, der aktiv recherchiert, ergibt ein komplett anderes Gespräch als Kaltakquise bei jemandem, der an nichts denkt. Intent Data ermöglicht es dir, diesen perfekten Moment zu identifizieren und darauf zu reagieren.
First-Party Intent Data kommt von deiner eigenen Website und ist damit die zuverlässigste Quelle. Du siehst, welche Seiten ein Unternehmen ansieht, wie oft sie zurückkommen, wie lange sie bleiben und welchen Content sie konsumieren. Diese Signale erzählen eine Geschichte darüber, wo eine Organisation im Kaufprozess steht.
Ein Unternehmen, das zum ersten Mal deine Homepage besucht und nach dreißig Sekunden geht, ist kaum ein Signal. Aber ein Unternehmen, das wöchentlich zurückkommt, immer tiefer in deine Produktseiten eintaucht, drei Fallstudien liest und zehn Minuten auf deiner Preisseite verbringt? Das ist eine Organisation, die aktiv evaluiert und bereit für Kontakt ist.
Durch das Monitoring von Intent Data kannst du den richtigen Moment bestimmen, um Kontakt aufzunehmen. Nicht zu früh, wenn der Prospect noch in der Orientierungsphase ist und sich unter Druck gesetzt fühlt. Nicht zu spät, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist und dein Wettbewerber den Deal gewonnen hat. Sondern genau in dem Moment, wenn der Prospect offen für ein Gespräch ist.
Du kannst Intent Data auch nutzen, um deine Botschaft zu personalisieren. Wenn du weißt, dass ein Prospect hauptsächlich an deinen Integrationsmöglichkeiten interessiert ist, eröffnest du nicht mit einem generischen Verkaufsgespräch, sondern mit spezifischen Informationen über die Anbindung an ihr CRM. Diese Relevanz erhöht die Chance auf eine positive Reaktion erheblich.
7. Implementiere Retargeting auf Unternehmensebene für dauerhafte Sichtbarkeit
Die Buyer Journey im B2B ist selten geradlinig. Prospects besuchen deine Website, verschwinden für Wochen, kommen zurück, recherchieren bei Wettbewerbern und treffen schließlich eine Entscheidung. Diese ganze Reise kann Monate dauern. Wenn du nach dem ersten Besuch aus dem Blickfeld verschwindest, verpasst du den Großteil dieser Journey.
Retargeting hält dich im Bewusstsein bei Besuchern, die Interesse gezeigt, aber noch keine Aktion unternommen haben. Durch die Verbindung von Daten aus Leadinfo mit Werbeplattformen wie LinkedIn Ads oder Google Ads kannst du gezielt die Unternehmen ansprechen, die deine Seite besucht haben. Du zeigst relevante Werbung Mitarbeitern von Organisationen, die bereits Interesse gezeigt haben. Das ist um ein Vielfaches effizienter als breite Kampagnen an deine gesamte Zielgruppe.
Der Content deiner Retargeting-Kampagnen muss zur Phase der Buyer Journey passen. Besucher, die nur deine Homepage gesehen haben, bekommen Awareness-Content: einen interessanten Artikel oder ein Thought-Leadership-Video. Besucher, die deine Preisseite angesehen haben, bekommen Decision-Content: eine Fallstudie, eine Demo-Einladung oder ein zeitlich begrenztes Angebot. Diese Segmentierung sorgt für Relevanz und verhindert Irritation.
8. Optimiere deine Website für mobile Besucher
Der B2B-Käufer von 2026 beginnt seine Recherche nicht hinter einem Desktop im Büro. Mehr als 60% der B2B-Recherche startet auf einem mobilen Gerät. Im Zug, zwischen Meetings, abends auf der Couch. Wenn dein mobiles Erlebnis unterdurchschnittlich ist, verlierst du Leads, bevor sie überhaupt konvertieren können.
Wir sehen es regelmäßig: B2B-Websites, die auf dem Desktop fantastisch aussehen, aber mobil eine Katastrophe sind. Text, der zu klein zum Lesen ist. Buttons, die zu dicht beieinander stehen, um sie anzuklicken. Formulare, die unmöglich auf einem kleinen Bildschirm auszufüllen sind. Ladezeiten von zehn Sekunden oder mehr. Jede Reibung ist ein Grund für den Besucher abzuspringen.
Die Auswirkung ist messbar. Forschung zeigt, dass jede Sekunde Verzögerung bei der Ladezeit zu 7% weniger Conversions führt. Eine Seite, die fünf Sekunden statt zwei lädt, verliert also über 20% ihrer potenziellen Conversions. Das sind Leads, die du nie sehen wirst.
Beginne mit einem gründlichen Audit deines mobilen Erlebnisses. Teste deine Seite mit Googles Mobile-Friendly Test und PageSpeed Insights. Gehe selbst den gesamten Conversion-Pfad auf deinem Telefon durch. Kannst du einfach navigieren? Sind Texte lesbar? Können Formulare ausgefüllt werden? Funktionieren alle interaktiven Elemente?
Achte besonders auf diese Elemente: Ladegeschwindigkeit (optimiere Bilder, minimiere Scripts, nutze Caching), Touch-Freundlichkeit (genügend Abstand zwischen klickbaren Elementen), Lesbarkeit (mindestens 16px Schriftgröße, ausreichend Kontrast) und Formular-Optimierung (größere Eingabefelder, weniger Felder, intelligente Tastaturen).
Ein optimiertes mobiles Erlebnis ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Es ist oft der erste Kontaktpunkt mit potenziellen Kunden. Dieser erste Eindruck bestimmt, ob sie weitermachen oder abspringen.
9. Setze Chatbots strategisch als Conversion-Beschleuniger ein
Ein gut positionierter Chatbot ist kein nerviges Pop-up, sondern ein hilfreicher Assistent, der Besucher in dem Moment unterstützt, wenn sie es brauchen. Der Unterschied liegt in der Strategie: nicht pushen, sondern ermöglichen.
Besucher auf deiner Website haben oft Fragen, die sie von der Conversion abhalten. „Funktioniert das mit unserem CRM?“ „Was sind die Kosten für unsere Unternehmensgröße?“ „Wie schnell können wir live gehen?“ Diese Fragen zu beantworten kostet Zeit, wenn sie per E-Mail oder Telefon kommen müssen. Ein Chatbot gibt sofort Antwort, 24/7.
Die Stärke eines Chatbots liegt auch in der Lead-Qualifizierung. Durch das Stellen der richtigen Fragen identifizierst du schnell, ob ein Besucher in dein ideales Kundenprofil passt. Wie viele Mitarbeiter hat euer Unternehmen? Welche Herausforderung wollt ihr lösen? Wie schnell wollt ihr starten? Basierend auf den Antworten routest du warme Prospects direkt zu Sales für ein persönliches Gespräch, während weniger qualifizierte Besucher zu Self-Service-Content geleitet werden.
Timing und Platzierung sind entscheidend. Ein Chatbot, der sofort aufspringt, sobald du die Seite lädst, nervt. Derselbe Bot, der erscheint, nachdem jemand 30 Sekunden auf der Preisseite schaut, bietet Hilfe im genau richtigen Moment. Experimentiere mit Triggern: Zeit auf der Seite, Scroll-Tiefe, Exit-Intent, spezifische Seiten.
Die Ergebnisse können beeindruckend sein. Leadbot generiert bis zu 300% mehr Conversions als traditionelle Kontaktformulare. Das liegt daran, dass die Hürde niedriger ist. Ein Chat-Gespräch fühlt sich informeller und niedrigschwelliger an als das Ausfüllen eines Formulars. Und die direkte Interaktion schafft Engagement, das Formularen fehlt.
Sorge aber dafür, dass dein Chatbot wertvoll ist. Nichts ist frustrierender als ein Bot, der deine Frage nicht versteht und dich durch endlose Menüs schickt. Investiere in gute Flows, trainiere deinen Bot mit häufig gestellten Fragen und sorge für eine reibungslose Übergabe an menschliche Kollegen, wenn der Bot nicht weiterkommt.
10. Miss, analysiere und optimiere in einem kontinuierlichen Prozess
Leadgenerierung ist kein Projekt mit einem Enddatum, sondern ein fortlaufender Prozess der Verbesserung. Die Taktik, die heute funktioniert, kann morgen überholt sein. Wettbewerber kopieren deinen Ansatz, Besucherverhalten ändert sich, Technologie entwickelt sich weiter. Nur durch kontinuierliches Messen, Analysieren und Optimieren bleibst du vorne.
Beginne mit der Feststellung deiner Baseline. Wie viele Besucher zieht deine Website an? Was ist deine aktuelle Conversion-Rate? Wie viele Leads generierst du pro Monat? Was ist die Qualität dieser Leads, gemessen an der Conversion zu Kunden? Ohne diese Zahlen kannst du Verbesserung nicht messen.
Stelle dann Hypothesen auf. „Wir erwarten, dass ein kürzeres Formular die Conversion um 20% erhöht.“ „Wir denken, dass ein prominenterer CTA auf der Produktseite mehr Demo-Anfragen bringt.“ „Wir glauben, dass eine persönlichere Chatbot-Begrüßung die Gesprächsrate verbessert.“ Durch das Formulieren von Hypothesen machst du deine Annahmen explizit und testbar.
Teste eine Variable auf einmal. Wenn du gleichzeitig Button-Text, Farbe und Position änderst, weißt du nicht, welche Änderung den Effekt verursacht hat. A/B-Tests vergleichen zwei Varianten an einem Element. So baust du Schritt für Schritt Wissen auf über das, was für deine Zielgruppe funktioniert.
Hab auch den Mut zu scheitern. Nicht jeder Test liefert ein positives Ergebnis. Eine Button-Text-Änderung, die die Conversion um 5% senkt, ist auch wertvoll: Du weißt jetzt, was nicht funktioniert. Dieses Wissen verhindert, dass du denselben Fehler auf anderen Seiten machst.
Mach Optimierung zum Teil deiner Routine. Reserviere wöchentlich Zeit für Datenanalyse. Plane monatlich neue Tests. Evaluiere vierteljährlich deine gesamte Leadgenerierungs-Strategie. Durch das Einhalten dieser Kadenz bleibst du in Bewegung statt stillzustehen.
Ich möchte in kurzer Zeit mehr Leads generieren. Wie gehe ich das an?
Für Organisationen, die schnell Ergebnisse sehen wollen, empfehlen wir, sich auf drei Quick Wins zu konzentrieren, die innerhalb einer Woche implementiert werden können und sofort messbar mehr Leads liefern.
Der erste Schritt ist die Installation eines Website-Besucher-Identifikations-Tools wie Leadinfo. Innerhalb eines Tages siehst du, welche Unternehmen deine Website besuchen, welche Seiten sie ansehen und wie oft sie zurückkommen. Diese Informationen liefern direkt eine Liste mit warmen Prospects, mit der Sales arbeiten kann. Keine Wochen der Vorbereitung, sondern noch am selben Tag Ergebnisse.
Der zweite Schritt ist das Hinzufügen eines Lead Magnets zu deinen meistbesuchten Seiten. Schau in deinen Analytics, welche Seiten den meisten Traffic anziehen, und füge dort einen relevanten Download im Austausch für eine E-Mail-Adresse hinzu. Eine Checkliste, ein Template oder ein Mini-Guide, den du an einem Tag erstellen kannst. Je spezifischer die Übereinstimmung mit dem Seiteninhalt, desto höher die Conversion.
Der dritte Schritt ist das Kürzen deiner Formulare auf maximal drei bis vier Felder. Entferne jedes Feld, das für die erste Nachverfolgung nicht strikt notwendig ist. Telefonnummer, Unternehmensgröße, Jobtitel: Diese Informationen kannst du später sammeln. Jetzt geht es darum, die Hürde so niedrig wie möglich zu machen.
Diese drei Aktionen erfordern keine großen Investitionen oder lange Implementierungsprozesse. Sie sind innerhalb einer Woche betriebsbereit und liefern sofort messbare Ergebnisse.
Häufig gestellte Fragen
Wie generiere ich mehr Leads über meine Website?
Mehr Leads über deine Website generierst du durch die Kombination von drei Elementen. Identifiziere zunächst die Unternehmen, die deine Seite besuchen, mit Visitor-Identification-Software, damit du nicht mehr von den 2% abhängig bist, die ein Formular ausfüllen. Optimiere dann deine Conversion-Pfade mit klaren CTAs, überzeugenden Landing Pages und kurzen Formularen, die nicht abschrecken. Und biete schließlich wertvolle Inhalte wie E-Books, Checklisten oder Templates im Austausch für Kontaktdaten an. Durch die Kombination dieser drei Säulen holst du strukturell mehr Leads aus deinem bestehenden Traffic ohne zusätzliche Werbekosten.
Ist Website-Besucher-Identifikation DSGVO-konform?
Ja, Website-Besucher-Identifikation ist vollständig DSGVO-konform, wenn du die richtigen Tools einsetzt und selbst die Cookie-Policies richtig einrichtest. Leadinfo identifiziert ausschließlich Unternehmen, nicht Einzelpersonen, und kann vollständig cookieless eingesetzt werden. Die Rechtsgrundlage ist Artikel 6(1)(f) DSGVO: berechtigtes Interesse für B2B-Marketing. Alle Daten werden in EU-Rechenzentren gehostet, und es findet keine Übermittlung in Länder außerhalb der EU statt. Leadinfo ist zudem ISO 27001:2022 zertifiziert.
Wie viele Leads kann ich von Website-Besucher-Identifikation erwarten?
Leadinfo ist das B2B-Leadgenerierungs-Tool mit der höchsten Abdeckungsrate. Mit einer Identifikationsrate von 35-40% kannst du einen erheblichen Teil deines B2B-Traffics auf Unternehmensebene identifizieren. Bei 1.000 monatlichen Besuchern bedeutet das 350-400 identifizierte Unternehmen mit Informationen darüber, welche Seiten sie angesehen haben, wie lange sie geblieben sind und wie oft sie zurückgekommen sind. Vergleiche das mit der durchschnittlichen 2% Formular-Conversion, die nur 20 Leads ergibt. Die genauen Zahlen hängen von deinem Traffic-Volumen, der Zusammensetzung deiner Besucher und deiner Branche ab.